Inmitten der Farben des Tuffsteins und dem Geruch des im Kamin brennenden Holzes, umgeben von Magie und einem atemberaubenden Zauber.

Pitigliano befindet sich inmitten eines Gebiets, das sehr reich an Sehenswürdigkeiten der Natur, der Geschichte und Archäologie und Orten für Wein und Essen ist. Deswegen ist es ein optimaler Ausgangspunkt für unvergessliche Ausflüge und Exkursionen, um die Landschaften, die Düfte, Aromen und Traditionen der Maremma Toscana und vieles mehr zu entdecken.

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• Pitigliano


Wenn man Pitigliano von der Kirche der Madonna delle Grazie, die als Ex-voto nach der Pest von 1580 errichtet worden ist, aus und im Licht der untergehenden Sonne betrachtet, bietet es ein unvergessliches Bild. Hier spüren Sie die Atmosphäre der Zivilisationen und Kulturen, die sich in der unvorhersehbaren Logik der Zeit wandeln: Die der Vorgeschichte, die etruskische Zivilisation zur Zeit der Stadt Vulci, die Römer, die unter sich die Völker in einer gemeinsamen Ordnung vereinten, die Zivilisation des Mittelalters unter der Herrschaft der Aldobrandeschi, die größte Dynastie Mittelitaliens, die über Maremma für fast ein halbes Jahrtausend herrschte, die Epoche des Rinascimentos mit der Größe der adligen römischen Familien, den Orsinis, den Medicis und ihren Erben, den Lorenas. Das Dorf wird von der Burgfestung der Orsini beherrscht. In “Capisotta” befindet sich die Kirche aus dem 16. Jahrhundert San Rocco, auf dem Platz mit dem Namen Gregorio VII die Kathedrale im Barockstil, im Ghetto die hebräische Synagoge.

• Die Etrusker in der Toskana


Die etruskischen Ursprünge Pitiglianos werden von den sehr regelmäßigen Tuffsteinblöcken, die für den mittelalterlichen Mauerring benutzt worden sind und die man in dem Tor “Capisotta” sehen kann, dokumentiert. Um die Tuffsteinbank der heutigen Stadt herum erstrecken sich zahlreiche Gräberfelder aus dem typischen Baumaterial der Stadt Vulci. Wie in Sorano und Sovana gibt es in Pitigliano zahlreiche imposante etruskische Einschnitte in den Tuffstein, die in den Felsen gehauenen Kommunikationswege, die das herrschende geologische Element in diesen Gebieten des südlichen etruskischen Kernlands Etrurien sind. 1995 wurde in Pitigliano das archäologische Museum eröffnet, in dem Tausende von Fundstücke, die hauptsächlich aus dem nahe gelegenen Gräberfeld Poggio Buco stammen, aufbewahrt werden.

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• Das Gräberfeld Poggio Buco


Poggio Buco liegt ungefähr 8 Kilometer von Manciano, nur wenige hundert Meter von der Staatsstraße der Maremma, die nach Pitigliano führt, entfernt. Hier lag mit Sicherheit eine wichtige etruskische Stadt, vielleicht die Stadt Statonia, von der Plinius redet: In einem Grab wurden zahlreiche Schleuderkugeln (Eisenprojektile, die mit einer Schleuder geschleudert wurden) mit der Inschrift “statnes”, was das etruskische Wort für das lateinische Statonia sein könnte, gefunden. Die Gräberfelder sind sehr weitläufig und dokumentieren die Gegenwart der Etrusker bereits ab der Villanova-Kultur mit einer Blütezeit zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert vor Christi.

• Terme di Saturnia


Die Terme di Saturnia sind auf der Welt wegen ihrer einzigartigen Thermalquelle berühmt. Es handelt sich um schwefel-, karbon-, sulfat-, bicarbonat-, alkali- und erdhaltiges Wasser, das aus dem Unterboden mit einem Rhythmus von 800 Litern in der Sekunde und bei einer Temperatur von konstant 37°C quellt. Dank seiner außergewöhnlichen Zusammensetzung und seiner natürlichen Temperatur ist das Wasser von Saturnia gesund und belebend, gut für die Haut, die Atemwege und den Bewegungsapparat. Man kann auch in den berühmten Cascate del Molino baden, kleine kalkhaltige Wasserfälle, die von der natürlichen Quelle geformt werden und sich mitten in der Maremma nur wenige Kilometer von der Ortschaft Saturnia befinden.

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• Scansano


Scansano ist ein altes mittelalterliches Dorf in einem Hügelgebiet, von dem aus man über die ganze Gegend blickt. Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten hat Scansano den Vorzug zu bieten, das Anbaugebiet eines Weines zu sein, der sich Jahr um Jahr einen Ehrenplatz und eine besondere Erwähnung unter den bekannten toskanischen Weinen erobert hat: Der Morellino di Scansano. Scansano ist mit seinen zahlreichen Weinkellern und Gaststätten besonders für die Freunde des guten Weines und Essens zu empfehlen.

• Sorano


Das Gebiet von Sorano ist reich an Spuren aus der Vergangenheit, von den vorgeschichtlichen Höhlen bis zu den etruskischen Gräberfeldern und den Bewohnern und Monumenten des Mittelalters und des Rinascimentos. Es ist diese immer noch überwiegende Gegenwart der Vergangenheit, die das Gebiet charakterisiert und den Besucher fasziniert. Hier und dort, in und um Sorano gibt es künstlich geschaffene Grotten, die seit der Antike als Wohnhöhlen und zur Aufbewahrung von Urnen für die Totenasche (die berühmten “Colombari”) benutzt wurden. Der Tuffstein ist hier auf alle mögliche Weise geformt worden, von den etruskischen “Höhlenwegen” zu den Weinkellern, die jeder Weinbauer mit der Spitzhacke in den Felsen schlug, um seinen Wein lagern zu können (oft erreichte man bis zu 50 Meter tiefe Hohlgänge!), zu den zahlreichen Verzierungen und Wappen der Tore und den architektonischen Besonderheiten an den unglaublichsten Stellen, bis zu den größten Werken wie die gewaltigen Burgen von Sorano und Pitigliano oder ganz quadratische Berge als wären es Sandburgen (der so genannte Masso Leopoldino an dem sich das Dorf Sorano klammert).

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• Sovana


Die ursprüngliche Ansiedlung von Bauern und Hirten an den Ufern des antiken Flusses Armine (heute Fiora) wurde später im 7. Jahrhundert v. C. eine blühende etruskische Stadt, der man den Namen Suana gab. Die Stadt wurde im 3. Jahrhundert v. C. von den Römern erobert, dennoch bewahrten die Einwohner die Kultur, Kunst, Sprache und Schrift der etruskischen Zivilisation. Ab dem 9. Jahrhundert wurde sie die Wiege der Familie Aldobrandeschi und Heimatstadt vom Papst Gregorius VII.; doch ihre höchste Glanzzeit erreichte sie gegen des 13. Jahhunderts mit den Grafen Umberto und Gugielmo. In dieser Zeit wurden die wichtigsten Gebäude am Hauptplatz gebaut. Mit dem Tod der Gräfin Margherita erlöschte die Dynastie der Aldobrandeschi und für ein Jahrhundert herrschten die Grafen Orsini über das Gebiet, bis 1411 die Stadt von den Sienern erobert und geplündert wurde. Sovana, das in den letzten Jahrzehnten dank des Fundes eines wichtigen etruskischen Gräberfeldes wieder zum Leben erwacht ist, ist heute ein charakteristisches Dorf mit ungefähr 100 Einwohnern, von denen die Hälfte Forscher und Touristen sind.